11.11.2015

Ein Tag für die Allerkleinsten

Gute Startbedingungen für Frühgeborene im Klinikum Saarbrücken

 

Sie sind die größte Kinderpatientengruppe: Frühgeborene. Auf die Belange dieser Allerkleinsten und ihrer Familien macht der Weltfrühgeborenentag immer am 17. November aufmerksam. Zum 5. Mal sind aus diesem Grund Eltern mit ihren zu früh geborenen Kindern ins Casino des Klinikums Saarbrücken eingeladen, am Dienstag, 17. November, um 15 Uhr. Bei einem bunten Programm mit Clownerie, Tombola und Kinderbelustigung haben die Eltern Gelegenheit auf ein Wiedersehen mit den Ärzten und Kinderkrankenschwestern. Und nicht nur das: Auch der Erfahrungsaustausch untereinander wird bei diesen Treffen groß geschrieben.  Eingeladen sind alle Kinder mit ihren Eltern, die als Frühgeborene im Klinikum Saarbrücken versorgt wurden.

Jährlich kommen in Deutschland ca. 60.000 Kinder zu früh zur Welt. Im Saarland  liegt der Anteil bei etwa zehn Prozent aller Geburten, knapp unter 600, sagt der Chefarzt der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin des Klinikums Saarbrücken, Prof. Dr. Jens Möller. Erklärungsversuche dafür sind zum einen eine hohe Zahl von sehr frühen Schwangerschaften und zum anderen das Rauchen während der Schwangerschaft.

Unter die Kategorie „frühgeboren" fallen Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche entbunden werden. Als „Extremfrühchen" gelten jene, die weniger als 1.000 Gramm Geburtsgewicht mitbringen. Bei der Versorgung der Winzlinge verzeichnet die Perinatalmedizin inzwischen erstaunliche Erfolge. Die Überlebenswahrscheinlichkeit ab der 24. Schwangerschaftswoche liegt derzeit bei 60 Prozent. Frühchen mit weniger als 500 Gramm haben immerhin noch eine Chance von 20 bis 30 Prozent.

Kommen Frühgeborene in anderen Geburtskliniken zur Welt, so werden sie mit dem Baby-Notarztwagen in ein Perinatalzentrum Level 1 gebracht. Als Krankenhaus der Maximalversorgung steht im Klinikum Saarbrücken das komplette Spektrum des Fachwissens, der modernen Behandlungsmöglichkeiten und der Medizintechnik zur Verfügung, unter anderem eine Kinderchirurgie, in der operative Notfälle ebenso wie Fehlbildungen rund um die Uhr behandelt werden können.

Doch häufig sind Familien mit Frühgeborenen auch nach dem Klinikaufenthalt stark belastet: Den Kleinen drohen vielfältige gesundheitliche Risiken wie Unterzuckerung, Gelbsucht oder plötzlicher Kindstod. Zudem kann in so einer Ausnahmesituation das Familienleben stark beeinträchtigt werden oder eine finanzielle Notlage auftreten.

Hier setzt die Arbeit der sozialmedizinischen Nachsorge an: Die Kinderärzte und Fachkrankenschwestern des Klinikums Saarbrücken erstellen bei der Klinikentlassung einen individuellen Hilfsplan. Eltern werden in der Pflege angeleitet, bekommen Betreuung und auch Beratung, wenn es um die Beantragung finanzieller Unterstützung geht. Bei der sozialmedizinischen Nachsorge handelt es sich übrigens um eine von den gesetzlichen Krankenkassen zu bezahlende Leistung.

Im Klinikum Saarbrücken werden aber nicht nur Frühgeborene - egal welcher Schwangerschaftswoche - betreut, sondern selbstverständlich auch Normalgeburten. Die Devise lautet in jedem Fall: So wenig Technik wie möglich, so viel wie nötig.

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