16.07.2015

Blutspende-App soll beim Helfen helfen

 

Durchschnittlich 5 Prozent der Bevölkerung in Deutschland geht Blutspenden – doch ein großer Teil wird bald die Obergrenze von 68 Jahren erreichen. Damit werden Konserven knapp. Zeit, das Spenden in die moderne Zeit zu holen. Deshalb gibt es jetzt die App „Blutspendeausweis“.  Die App kann im App-Store oder bei Google-Play geladen werden. 

Das Handy-Display leuchtet auf, eine Nachricht geht ein: "Die Blutspendezentrale Saar-Pfalz lädt Spender mit Blutgruppe 0 negativ zur Blutspende." Über die gezielte Ansprache von Spendern möchte die App "Blutspendeausweis" die Versorgung bei Engpässen unterstützen und das Spenden leichter machen. Und so geht’s: Die Spender tragen ihre Blutgruppe sowie die bisherigen Spendetermine anonym in der App ein. Daraus ermittelt das Programm, wer gerade für eine Spende infrage kommt. Teilnehmende Blutspendezentralen können Eilnachrichten, sogenannte Push-Mitteilungen, an Spender senden. Die erhalten sie dann direkt aufs Handy. Und die App erinnert an den nächsten möglichen Blutspendetermin. Denn: 56 Tage Pause braucht der Körper zwischen zwei Blutspenden, um sich zu regenerieren. Frauen dürfen pro Jahr maximal 2000 Milliliter spenden, bei Männern darf die Menge 3000 Milliliter nicht überschreiten.

"Blut wird permanent gebraucht. Mit dieser App soll das Spenden für junge Menschen attraktiver gemacht werden", erklärt der Ärztliche Leiter der Blutspendezentrale Saar-Pfalz, Dr. Alexander Patek. Denn von den fünf Prozent der Bevölkerung, die regelmäßig spenden, hat der Großteil die obere Altersgrenze von 68 Jahren schon erreicht. Ein einfaches und flexibles System für die mobile Generation sei deshalb gefragt.

Die "Blutspendeausweis"-App wurde speziell für die kommunalen Blutspendezentralen entwickelt.

 

 

 

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